Mittwoch, 11. Juli 2012

Ein Tag patschnass, ein Tag wie Martini à la James Bond - nur geschüttelt, nicht gerüht!

Hallo miteinander,

nachdem bereits über Facebook die Fragen kommen, wo ich denn wäre und was ich denn so mache, will ich den letzten Teil meiner drei Mariehamntage nutzen, um meinen etwas vernachlässigten Blog wieder mit Neuem zu bestücken.

Ja in Norrtälje bin ich etwas länger geblieben, weil ich nicht gegen den Wind auf die Ålands wollte. Und dann habe ich am vorletzten Tag die geringe Wahrscheinlichkeit bei der Niederschlagsangabe nicht beachtet und bin einen Tag länger geblieben, als vielleicht nötig gewesen wäre.

Aber wie habe ich gesagt: Was ich habe ist Zeit ;-)



Bei den Daten wollte ich noch nicht los



Norrtälje hat viel Holz im Stadtbild erhalten



Aber je höher man kommt um so häufiger gibt es
gelb statt rot in der Häuserfarbe



Mitten in Norrtälje ein offener Flußlauf, einfach nur schön

Als es dann endlich los ging, hat mich dann Petrus voll erwischt und ich habe erstens ca. 5 Stunden motort, aber das war klar. Aber die 5 Stunden Dauerregen hätte er sich wenigstens sparen können ;-((.

Aber die Bucht in Österhamn auf Arholma ist die richtige Ausgangsbasis zum Sprung auf die Ålands und ausserdem ein tolle Ankerbucht.
Habe mich dort in die fast letzte Ecke verkrümmelt und eine ungestörte Nacht mit Trockenversuchen der Kleidung verbracht ;-).

Aber vorher war ich noch an Bord der Tryst, einer 42 DS Beneteau eines engl. Segelpaares, die wie ich in Nävekvarn ins Wasser gegangen sind, natürlich nicht getrailert ;-), sondern die dort mit nicht gutem Service überwintert haben.



The english Boat please



Am Abend wurde sogar das Wetter very British ;-)



Na ja warm war es, zum trocknen der patschnassen
Kleidung hat es nicht gereicht.



Und mal ein Bild dieses sehr nassen Tages

Dann am nächsten Morgen war der Wind wie vorhergesagt, aber draußen leider auch ein Teil der Wellen.

Nur die Richtung passte zumindest nicht zur Vorhersage, denn es stand noch eine ordentliche Altwelle quer zur Fahrtrichtung, 70-90°, und die neue Welle wie angekündigt aus 120-150°. Daraus ergibt sich bei ca. 1 Meter für alt und 50 cm für neu die "Martiniwelle" à la James Bond. Ich konnte im Cockpit nur stehen, in dem ich mich am Niedergang festhielt. Mit Füsse an den Cockpitseiten abstützen lief es diesmal nicht.

Aber es war in keiner Situation gefährlich, nur nicht das feine Segeln. Ich musste zusätzlich zur Fock noch den Motor mitlaufen lassen, um einen Schnitt über 4 Kts zu erreichen, um nicht zu spät einzutreffen.



Unterwegs nach Mariehamn

YouTube Video

Ein Versuch die Wellen festzuhalten
Die zweite trockene Jacke musste ran, obwohl eigentlich zu warm war
Einfahrt nach Mariehamn
Und hier der Schwimmsteg in Mariehamn ASS, bisschen verbogen, aber Hinnerk Weiler kennt die Ursache aus eigener Erfahrung, dort nachlesen: http://hinnerk-weiler.de/blog/2009/07/14/landgang#more-676

YouTube Video

Es wurden auch bei mir 18-20Kts in der Nacht und ein paarmal Kopf raus war schon angebracht, aber es blieb alles im Rahmen

Aber jetzt genug der Schauermärchen ;-), denn auch das gehört zum Seglerleben.

Mariehamn ist als Stadt irgendwie anders im Aussehen als zum Beispiel Norrtälje, weniger touristisch ausgelegt, und die Farbe der Häuser wechselt von rot zu gelb/grau.

Der Innenbereich bietet alles was der Segler sucht und braucht. Auch einen guten Buchshop gibt es, mit Karten und Hafenhandbüchern etc.. Habe aber die billige Variante der Touristofficeseite genutzt: www.visitaland.com .
Dort versteckt auf der englischen Seite gibt es einen Gästhamnführer für
die Ålands, hier der direkte Download für alle Interessierten:

np.netpublicator.com/netpublication/n07176896

Und nun noch ab zum Hamnbüro, denn beim Transfer dieses Blogeintrages
mit Videoanteil sollte man nahe an der Hafenantenne des WLAN sitzen, sonst muss ich noch einen Tag verlängern.

Schöne Grüße

Walter und Snoopy

wie immer mobil erstellt mit iPad new ;-)

Kommentare:

  1. Hallo Walter, das ist aber wieder ein Pech. Die Tiefs überall halten sich im Norden recht beständig.Wir wollen am Samstag das Sommerfest am Steg feiern, müssen aber warscheinlich unsere dicksten Ijsselmeerklamotten mitnehmen. Den Rotwein werden wir am besten warm machen.
    Du noch ein Tipp bei den Wellen müsste es sich doch gut singen lassen - so wie --rolling home , rolling home..... und dazu ein heißer Grog
    Viel Spaß noch und viele Grüße aus der Eifel
    C&S

    AntwortenLöschen
  2. Hallo ihr beiden, danke für euer Feedback. Hoffe das euer Fest nicht ins Wasser fällt.
    Alles Liebe von den Ålands
    Walter

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Walter, das Fest am Rursee war gelungen.Wir hatten gerade in einem Wolkenloch unsere Spassregatta mit dem Opti veranstaltet. Der Rest war ähnlich vom wetter wie bei Dir.
      Ich habe gesehen, dass Du Deinen Kurs weiter nördlich hälst.Denke dran da oben wird es immer kälter! 15° im Durchschnitt sind schon sehr ungemütlich. Hoffe Dir geht nie der Spiritus aus. Als Trost werde ich Dir ein Bild von unserem Sommerbuffet schicken.
      Viele Grüße aus der Eifel Steffen

      Löschen
  3. Hallo Walter, wir sitzen hier gerade gemütlich bei unserem traditionellen Frühstück und reden über dich. Natürlich nur Gutes, ha, ha... Liebe Grüße von Marion und Elisabeth

    AntwortenLöschen